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Alt und Jung ist besser als Yin und Yang.

Alt und Jung ist besser als Yin und Yang.

Alt und Jung ist besser als Yin und Yang.

Der Generationswechsel bei Energieunternehmen (neu) im Zeichen der Digitalisierung

Ein Unternehmen ist besonders dann leistungsstark, wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Besonders deutlich wird dies, wenn unterschiedliche Generationen zusammenarbeiten.

Laut einer Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sinkt die Zahl der Erwerbspersonen jüngeren Alters (in der Studie jünger als 30 Jahre) von 9,5 Mio. im Jahr 2015 auf 8,0 Mio. im Jahr 2030. Bis zum Jahr 2060 wird laut IAB die Zahl der Erwerbspersonen auf 7,5 Mio. gesunken sein. Daraus leitet das IAB ab, dass mit der Alterung der Bevölkerung auch das Erwerbspersonenpotential, also das zur Verfügung stehende Arbeitskräfteangebot im Inland, älter wird.

Das sinkende Arbeitskräfteangebot stellt vor allem die Versorgungsunternehmen vor große Herausforderungen. Eine Studie zur Personalentwicklung in Energie- und Wasserversorgungsunternehmen zeigt, dass der Anteil der über 50-jährigen Beschäftigten im Durchschnitt aller Branchen bei 30 Prozent liegt, bei den EnU allerdings bei 38 Prozent auf. Das Durchschnittsalter liegt häufig bei Ende 40. Die Beschäftigten der Versorgungsbranche sind also deutlich älter als der Durchschnitt aller Branchen. Ein weiteres Problem ist, dass etwas mehr als ein Drittel des Mitarbeiterbestandes bis 2025 in den Ruhestand gehen wird (Fassnacht, et al. 2014). Das hohe Altersniveau in der Versorgungsbranche impliziert einen hohen Nachwuchsbedarf, der jedoch, aufgrund des alternden Erwerbspersonenpotentials, schwer zu decken ist.

Mit dem schrumpfenden und älter werdenden Erwerbspersonenpotential drohen den deutschen Energieunternehmen zudem Fachkräfteengpässe. In einer Studie der Fachkräftesicherung für kleine und mittlere Unternehmen (KOFA) wurde festgestellt, dass im Jahr 2017 etwa 66 Prozent aller offenen Stellen in Engpassberufen ausgeschrieben und nur schwer besetzt werden können. In einer Studie der Beratungsfirma Rödl & Partner, in der 53 Energieversorger teilnahmen, gaben die Befragten an, dass insbesondere im technischen Bereich vielerorts einschlägig qualifizierte Mitarbeiter schwer zu finden sind. Der größte Engpass besteht laut Studie im Bereich der technischen Fach- und Führungskräfte (Rödl Consulting AG 2018).

Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft fehlten im April 2019 etwa 311.300 MINT-Arbeitskräfte (Institut der deutschen Wirtschaft Köln 2019). Bei der Digitalisierung, als ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende, geht es nicht nur um den Austausch von Daten oder Veränderung der Kommunikationsmedien, sondern besonders auch um die Optimierung interner Prozesse eines EnU  (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2016). Damit verändern sich auch die Anforderungen an das Personal der Energiebranche. Unter der Voraussetzung eines Fachkräfteengpasses, ist es fraglich, ob die Digitalisierung der Energiewende umsetzbar ist.

Die PMD-Akademie, das Weiterbildungsinstitut der DMS-Gruppe, arbeitet schon seit einigen Jahren mit Herrn Prof. Dr. Wolfgang Irrek (Professor für Energiemanagement und Energiedienstleistungen an der Hochschule Ruhr-West in Bottrop) und seinen Masterstudenten zusammen.

In diesem Semester beschäftigen sich die Masterstudenten*innen Miriam Behr, Fabian Fortmann und Pia Maria Linzner mit der generationenübergreifenden Zusammenarbeit in Energieunternehmen. Das Ziel des Projektes ist es, die generationenübergreifende Zusammenarbeit in EnU zu untersuchen:

  1. Wie ist die Altersstruktur in den EnU?
  2. Welche Herausforderungen ergeben sich aus den aktuellen Marktentwicklungen (Defossilisierung, Digitalisierung, Dezentralisierung) für die Beschäftigten?
  3. Wie gehen die EnU mit dem demografischen Wandel in der Belegschaft um?
  4. Gibt es Strategien?

Nun benötigen wir Ihre Hilfe, damit wir möglichst viele Rückmeldungen bekommen, um einen aussagekräftigen Ergebnisbericht erstellen zu können.

Bitte nehmen Sie sich 10-15 Minuten Zeit, um den Bogen auszufüllen. Falls Sie nicht der/die richtige/r Ansprechpartner/in sind, geben Sie bitte den Fragebogen innerhalb ihres Unternehmens weiter. Hier der Link zum Fragebogen:

https://www.soscisurvey.de/generationen-zusammenarbeit/

Die Befragung verläuft anonym und Ihre Daten werden gemäß deutschem Recht sicher und datenschutzkonform behandelt. Sollten Sie Interesse an den Ergebnissen der Befragung haben, finden Sie dazu einen Hinweis am Ende der Befragung. Gerne senden wir Ihnen die Unterlagen kostenlos zu. Lieben Dank für Ihre Unterstützung.